Sonntag, 3. März 2013

Skitourenwochenende im Kleinwalsertal

Unspitze (1926m) mit Derra-Rinne und Elferkopf (Wintergipfel, 2350m) mit Elferrinne

Ursprünglich war ein Eiskletterwochenende mit dem Markus geplant, doch das schöne und vorallem warme Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also, nach Alternativen suchen.... Betriebsausflug mit dem Krankenhaus ins Pitztal zum Skifahren oder doch liebe einer Skitour?
Na klar, eine Skitour! Also ging es mit dem Mark und dem Henrik nach einer eher schwierigen Tourfindungsphase am Smatag früh ins Kleinwaslertal.

Unspitze (1926m) mit Derra-Rinne (700m, 45°)
Von Baad starteten wir bei -12,5°, man war das kalt. Doch wir legten ein zügiges Tempo vor und so erreichten wir bald die schöne wärmende Sonne.

der Sonne entgegen

Doch es wurde bald so warm, dass uns der Schweiß in Strömen lief.

 
im Hintergrund der Widderstein
 Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Einfahrt der Derra-Rinne. Dort machten wir Skidepot und machten uns zum Gipfel auf. Der Weg fügrte uns immer entlang eines schönen und ausgesetzten Grates entlang. Eine Vorfreude auf die Westalpen im Sommer.

Gipfelgrat zur Unspitze

der letzte Aufschwung
a gmütlichs Plätzle



Und dann ging es in die Derra-Rinne. Es waren zwar schon Spuren drin, doch wir fanden noch genug Pulver um eine schöne Abfahrt zu genießen.

Einfahrt Derra-Rinne
Den Rest vom Tag verbrachten wir in Oberstdorf beim Kaffetrinken und abends wurde in der Nähe von Mittelberg gekocht und biwak gemacht.

Elferkopf-Wintergipfel (2350m) mit Elferrinne (500m, bis 55°)

Für den Sonntag hatten wir den Elferkopf-Wintergipfel geplant mit anschließender Abfahrt durch die Elfer-Rinne. Um der ansteigenden Lawinengefahr im Tagesverlauf zu entgehen, sind wir um 6 Uhr gestartet, das hieß aber um 5 Uhr aufstehen.
Durch den frühen Start durfen wir einen schönen Sonnenaufgang pber dem Kleinwalsertal erleben.

Sonnenaufgang

Weiter ging es das Hochtal entlang und bald kamen Angerkopf und Liechelkopf in den Blick.


das Hochtal
Angerkopf und Liechelkopf

Und schon bald standen wir auf dem Elferkopf-Wintergipfel. Wir legten noch eine gemütliche Versperpause ein um uns für die Elferrinne zu stärken. 

Elferkopf_Wintergipfel
Elferkopf-Hauptgipfel
Vesperpause

Und ab ging es in die Rinne. Der erste Teil kann laut Literatur auch mit Ski abgerutscht werden, doch dazu hab ich definitiv zu lange Ski und so sicher hätte ich mich bestimmt nicht gefühlt.
Wir hatten vorsichtshalber Steigeisen und Pickel mit, doch bei dem festen Schnee entschlossen wir uns gegen die Steigeisen und benutzen die Pickel nur als Stützpickel zur Sicherheit. Der Abstieg verlief gut und ich kam schnell voran. Es waren teilweise schon Trittstufen drinnen, das hat mir viel Arbeit erspart.
Endlich wurde die Rinne breiter und die Ski konnten angeschnallt werden. Leider hatte es in der Rinne keinen Pulver mehr, nur ein bockharter Harschdeckel. Leider haben meine Kanten nicht so mitgemacht und deshalb war meine Psyche auch nicht mehr so stark. Aber bin trotzdem heil unten angekommen.
Ab dem Ende der Rinne gab es dann auch wieder Pulver bis zum Fahrweg.

der Einstieg

ca. die Mitte der Rinne


auch rechts der Rinne ist eine Abfahrt möglich

nicht ganz so einfaches Gelände
Blick von unten in die Rinne

ab hier ging es wieder mit Pulver los


da sind wir hergekommen

unsere Abfahrtsroute


Vom Fahrweg ging es die letzten Meter zum Auto zurück.
Wir haben unser Zeug gepackt und sind wieder nach ulm gefahren.

War ein geniales Wochenende mit zwei genialen Rinnen. Gerne wieder :)

Dienstag, 12. Februar 2013

Eisklettern Averstal 09-11.02.2013

An diesem Wochenende wollten wir unbedingt ins Averstal zum Eisklettern und auch die Temperatur vorhersage(-25°C) konnte uns nicht schocken. Am Samstag gings um 6 Uhr morgens los, am Bregenzer Schneechaos(50cm Neuschnee) vorbei in ein sehr kühles Averstal. Dort wollten wir zuerst leicht einsteigen und haben uns für den Brückenfall(WI4). Trotz der kühlen Temperaturen hatten wir tolles Softeis und so wurden wir schnell warm uns hatten mega viel Spaß. Nach diesem Fall kletterten wir die Variante links, welche so im Bereich WI5+ lag, hier hatten wir leider sehr röhriges, nasses Eis. Anschließend sind wir noch am Pilastro del Ponte(WI6/6+) geklettert, dieser hat es in sich und auch die Verhätlnisse sind sehr heikel. Nach einer kühlen Nacht (-22°C) mussten wir am nächsten Tag erst einmal auftauen, als wir dann gegen 11 Uhr in Candelino del Ponte, eine 20m freistehende Säule (WI4+) einstiegen, war die Sonne dann auch da und so wurde dies zu einem echten Spaß!  Anschließend waren wir noch in Campsut und sind dort alle möglichen Touren, bei guten Verhältnissen geklettert. Am Montag sind wir nocheinmal rund um den Brückenfall alle möglichen Varianten geklettert und dann wieder zurück nach Ulm.

Der Thron steht gut da, oben raus ein weng wenig Eis!
Seppl in der ersten Länge des Brückenfalls



Ich durfte dann in der 2ten Länge ran




Abendstimmung in Campsut



links: der Brückenfall
 rechts: der Pilastro del Ponte

Kurz vor dem Ausstieg des Pilastro del Ponte


Das Materiallager der anderen Art 


3 Top Tage im Averstal waren´s!

Grüße Markus


Dienstag, 29. Januar 2013

Eisklettern Ötztal 26-27.01.2013

Am Wochenende ging es schnell ins Ötztal, zum Eisklettern. Wir starteten in Au und wollten dort eigentlich den Frauentraum(WI4+) klettern, allerdings stand dieser sehr schlecht und so entschieden wir uns für eine Linie links davon. Dies war etwa WI3 und bot uns gute Eisverhältnisse. Anschließend kletterten wir etwas links davon ein teils sehr röhrige aber dennoch Traumhafte Linie, welche sicher im Bereich WI6 war. Nachdem wir nun warm waren wollten wir eigentlich in die Tour Meschugge(WI6-) einsteigen, allerdings mussten wir am Einstieg feststellen, das dies eher ein Bach als ein gefrorener Wasserfall war! Also sind wir noch schnell zum Mac Gayver (WI4+) gefahren und haben diesen geklettert. Am nächsten Tag war die Liftspur(WI6/M7+) geplant, eine wirklich geniale Linie. Ich durfte die erste Länge(WI6) vorsteigen und hatte super viel Spaß. Als Niklas diese dann Nachstieg und ich ein wenig Zeit hatte mir den weiteren Verlauf anzuschauen war ich vom Wasser in der Tour ein weng geschockt. Als Niklas am Stand war haben wir kurz besprochen dies weiter zu versuchen, allerdings war nach ca. 10 weiteren Metern leider Schluss und wir haben abgeseilt! Ich war sicher nicht zum letzten mal in dieser Traumtour! Also ging es nochmal in den Klettergarten wo Mac Gayver steht, hier konnten wir dann noch einige andere Linien links davon klettern(bis WI 6) außerdem hat sich Niklas noch in heikler Mixedkletterei (bis M8+) versucht! Alles in allem ein super Wochenende in einem tollen Eisklettergebiet! Sorry wegen den Handyfots, hatte die Kamera vergessen.

Der leichte Fall etwas links vom Frauentraum.

Die WI6 Tour links des Frauentraums

Ebenfalls in der Tour



Der Wasserfall am Einstieg von Meschugge

Die Liftspur(WI6/M7+)


Im Klettergarten Oberried(ca. WI5+)






Super gut wars! 

Grüße Markus


Mittwoch, 23. Januar 2013

Aufbaumodul Steileisklettern Pitztal 16-20.01.2013



 



Damit ich beim JDAV auch das Eisklettern in Kinder- und Jugendgruppen ausbilden darf, habe ich hierzu eine Kurs über 5 Tage besucht. Dabei sind wir natürlich auch zum Eisklettern gekommen. Wir waren in der Taschachschlucht und am Luibisbodenfall. 



Nach einem sehr interessanten Eisboulderspiel noch das obligatorische Gruppenfoto




Die Gruppe am Hauptfall der Taschachschlucht 

Ich in der ersten Stufe des Luibisbodenfalls. 

Die zweite Stufe des Luibisbodenfalls


Die Gruppe vor dem Luibisbodenfall WI 4



Es waren super 5 Tage, mit mega Eiskletterspaß und super Wetter!

Grüße Markus

Donnerstag, 30. August 2012

Hohe Geige(3393m) und Mainzer Höhenweg

Fast wäre die Gruppe noch kleiner geworden! Es ist Montagmittag. Fünf Gipfelstürmer stehen mit Johannes im Seelturm. Außerdem sind noch Gunnar  und Maren aus Karlsruhe gekommen. Obwohl wir schon lange, wie lange weiß keiner so genau, unterwegs sein müssten, fehlt immer noch einer. Endlich kommt er mit seinem nach eigenen Schätzungen 7 kg schweren Rucksack angerannt. Minuten später sitzen wir in zwei Autos verteilt auf der Fahrt ins Pitztal. In Imst, eine halbe Stunde vor Ankunft ist die Motivation zum Aufstieg angesichts 35° Außentemperatur stark gedämpft doch am Parkplatz hat es bereits 10° weniger. Hier zeigt sich allerdings auch, dass das Gewicht der Rucksäcke eher 15 Kilo und nicht 7 beträgt. Wahrscheinlich war die Waage manipuliert. Der Aufstieg zur Rüsselsheimer Hütte stellt sich als weniger warm als vermutet heraus und nach eineinhalb Stunden sind alle angekommen. Am Abend geht es neben dem Essen noch um die bisher erworbenen Fähigkeiten im Bergsport und später dann um die Planung  des nächsten Tages bzw. um die Nachspeise.  
Dienstags treffen wir uns nach dem Frühstück vor der Hütte. Das Wetter ist schön und wir begeben uns auf den Wanderweg namens Gahwinden. Unser Ziel ist die Hohe Geige, der Weg dorthin der Westgrat. Beim Grat handelt es sich um schönes Blockgelände, der Weg ist gut markiert, was aber den Nachteil hat, dass wir nicht alleine sind. Einmal kommt ein größerer Stein von oben, er fliegt jedoch an uns vorbei. Leider ist das oberste Stück des eigentlichen Grates mit Drahtseilen gesichert. Ohne diese ist die Begehung zwar etwas schwieriger aber trotzdem gut machbar. Unterhalb des Gipfels erleben wir die Überraschung, dass der Ferner, den der Hüttenwirt als abgeschmolzen beschrieb, anscheinend sein Ausmaß vergrößert hatte. Dennoch sitzen wir nach drei Stunden auf dem Gipfel der Hohen Geige. Anschließend versuchten wir noch über einen weiteren Grat auf die Silberschneide zu gelangen. Dies scheiterte jedoch am losen Gestein und damit verbundenen Trittausbrüchen und Fastabstürzen. 
Auf dem Westgrat (UIAA 2) Richtugn Hohe Geige(3393m)

Am Grat zur Silberschneide

Um halb sieben gings los. Der Hüttenwirt hatte uns zwar geraten, erst um sieben loszugehen um nicht nass zu werden, doch wir sind bereits unterwegs und zehn Minuten nach Abmarsch meldet sich auch der versprochene Regen. Also ziehen alle ihre Jacken an und stapfen durch den Regen. Zwei Minuten vor sieben der Schauer vorbei und eine Stunde später kommen wir am Weißmaurachjoch erstmals in die Sonne. Ab jetzt geht es auf dem Mainzer Höhenweg „stundenlang“ auf und ab. Felsstufe runter, Drahtseil, Geröllfeld Eis, Felsstufe rauf, Plateau, Drahtseil runter, Steigeisen an,…
Langweilig wird’s nicht, vor allem als der Weg sich einfach im Geröll verläuft und wir weglos auf den Grat zurückkehren dürfen/ müssen. Auf dem Grat angekommen, noch schnell als Andenken ausversehen in die frischen Markierungen gelangt, geht’s dem Rheinland-Pfalz-Biwak entgegen. Nach der Pause begutachten wir noch die Biwakschachtel und begeben uns dann auf den Grat Richtung Süden. Dieser ist ähnlich wie der Westgrat der Hohen Geige allerdings etwas leichter und häufiger mit Drahtseilen versehen. An einem Punkt, ca. 1 ¾ Stunden von der Braunschweiger Hütte entfernt, teilen wir uns in eine schnelle und eine langsamere Gruppe auf. Die einen erreichen die Hütte 40 Minuten später, die anderen lassen sich Zeit und kommen auch irgendwann an. Nach elf Stunden positiver Einsamkeit tauchen wir zwangsweise ein in die Welt der E5- Hütten. An diesem Tag zeigt sich, dass die an den vorigen tagen aufgestellte Formel >>¾ angegebene/ berechnete Gehzeit= tatsächliche Gehzeit<< nicht beliebig auf alle Touren übertragbar ist (für den Mainzer Höhenweg waren zehn bis zwölf angegeben).
Der Mainzer Höhenweg mit Biwakschachtel im Hintergrund

Nach dem Mainzer Höhenweg, kurz vor der Braunschweiger Hütte


Diese Tour wurde von mir als Leiter einer Jugendgruppe durchgeführt und ich muss sagen: Klasse Gruppe und ne super Tour! Schee wars! 



Grüße Markus




Montag, 13. Februar 2012

Eisklettern Tannheimer Tal Grenzfall 12.02.12

Einen Tag mal schnell zum Eisklettern ins Tannheimer Tal an den Grenzfall. Der Wasserfall stand gut da und so hieß es gleich raus aus dem Auto, es hatte allerdings kühle -26,5°C. Trotz allem legten wir sofot los und hatten teilweis super tolles Softeis. Natürlich mussten wir uns auch mit sprödem Eis auseinandersetzen, was bei diesen Temperaturen ja auch zu erwarten ist. Carsten, Niklas und ich kletterten super viel und so wurde uns dann auch recht schnell warm. Ich glaub mehr brauch ich nicht mehr schreiben, den Rest dürfen die Bilder erzählen.
















Bildunterschrift hinzufügen

Carsten am Ausstieg einer vermutlichen M6







Super wars! 

Markus